CMD-Centrum-Düsseldorf
Zahnärztliche Funktionsdiagnostik und Therapie

Dr. Jürgen Dapprich Zahnarzt
Spezialist für Funktionsdiagnostik und Therapie (DGFDT)
CMD-Centrum-Düsseldorf
Dr. Jürgen Dapprich
Graf-Adolf-Str. 25
40212 Düsseldorf

Fon: 0211 / 370994
Fax: 0211 / 382737
info@cmd-centrum-duesseldorf.de

Cranio-mandibuläre Dysfunktionen CMD lösen 80% aller Kopf- und Rückenschmerzen aus, sie sind Funktionsstörungen der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur und der Zähne. Diese können nur ganzheitlich, interdisziplinär mit verschiedenen Ärzten und Therapeuten behandelt werden und folgende Erkrankungen auslösen:

    Rückenschmerzen
    Orthopäden schätzen, dass bei 80% aller Patienten mit Nacken- und Rückenschmerzen die Ursache unbekannt ist. Aber man weiß schon seit vielen Jahren, dass diese Rückenschmerzen durch eine Fehlfunktion der Kiefergelenke und / oder durch einen fehlerhaften Zusammenbiss der Zähne entstehen. Leider ist das noch viel zu wenig bekannt und viele Patienten glauben das auch erst, bis ihre Rückenschmerzen, die teilweise über 30 Jahre bestehen, verschwinden. Diese Schmerzen können zusätzlich auch in Arme und Beine sowie Knie und Füße ausstrahlen. Davon gehen ca. 80% absteigend von den Kiefergelenken aus, 10% werden ab- und aufsteigend und 10% von unten ausgelöst, von Blockaden und/oder Spreiz- ,Knick- und Senkfüßen. Dr. Dapprich sieht es als seine besondere Aufgabe an, diese Methode, die einige wenige Zahnärzte und Orthopäden schon seit Mitte der 1970 Jahre anwenden, durch Veröffentlichungen und Vorträge bekannter zu machen. Inzwischen gab es schon TV-Sendungen, www.quarks.de und Artikel in mehreren Zeitschriften, die darüber berichteten. Echo der Frau (50/2005). Rheinische Post (26.Mai 2009). Welt am Sonntag Nr.18 ( 2. Mai 2010). Neue Woche 43 ( 21.10.2011) Aufbiss-Schiene heilt Rückenschmerzen Freizeit Revue Nr.31 / 24. Juli 2013

    Kopfschmerzen und Schwindel
    Etwa 80% aller Spannungskopfschmerzen sind durch diese Funktionsstörungen (CMD) bedingt und werden häufig als Migräne diagnostiziert, weil die Zusammenhänge kaum bekannt sind. Die Schmerzen breiten sich hauptsächlich im Schläfenbereich-Augenhintergrund aus oder strahlen vom Nacken in den Hinterkopf und Schläfenbereich. Meistens sind die Schmerzen auf einer Seite lokalisiert und strahlen manchmal vom Nackenbereich in die Arme aus. Typische Beispiele sind der Tennisarm und Ellenbogen, die zu ca. 90% von einer CMD ausgehen und über die Halswirbelsäule im Arm die Schmerzen auslösen. Schwindel entsteht ebenfalls häufig durch eine Funktionsstörung der Kiefergelenke. Die kurzen Nackenmuskeln sind für die Stellung des Kopfes verantwortlich, diese haben sehr viele Nervensensoren und können bei einer Störung dann den Schwindel auslösen.

    Tinnitus
    Bei ca. 30 % aller Patienten mit Tinnitus ist die Ursache eine Fehlfunktion der Kiefergelenke (CMD) und der Halswirbelsäule (HWS). Man kennt die genaue Ursache noch nicht, aber man weiß empirisch, dass nach einer CMD-Behandlung mit Aufbissschienen eine Verringerung der Ohrgeräusche (bei diesen 30%) zwischen 40 und 100 % eintreten kann. In retrospektiver Analyse wurde bei 67 % der CMD-Patienten ein Tinnitus gefunden. Da Tinnitus auch von Funktionsstörungen der HWS ausgelöst werden kann, ist eine Differenzierung nötig, ob eine Mitbeteiligung der Kiefergelenke vorhanden ist. Denn eine CMD hat auch Auswirkungen auf die gesammte Wirbelsäule.

    Schlafstörungen
    Neuere Untersuchungen zeigen, dass 50% aller CMD Patienten unter Schlafstörungen leiden, die durch CMD bedingte funktionelle Kopf-, Nacken - und Rückenschmerzen ausgelöst wurden. Nach der Therapie sind 80% dieser Patienten von ihren Schlafstörungen befreit.

    Kiefergelenkschmerzen
    Schmerzen in den Kiefergelenken, die häufig Ohrenschmerzen vortäuschen. Oft besteht eine eingeschränkte Mundöffnung mit Abweichung des Unterkiefers beim Öffnen des Mundes und ständiges Knacken in den Kiefergelenken beim Kauen. Ca. 90% der Kiefergelenk- und Muskelschmerzen der Kaumuskulatur werden durch einen falschen Zusammenbiss der Zähne ausgelöst. Die restlichen 10% sind Erkrankungen der Kiefergelenke und der Knorpelscheibe (Diskus), der die Gelenkköpfe vom knöchernen Schädel trennt. Dieser Diskus kann nach vorne, zur Seite und selten nach hinten verschoben sein. Dies kann mit Schmerzen, eingeschränkter Mundöffnung und Knacken oder ohne Knacken und dann starker Abweichung zur kranken Seite beim Mundöffnen verbunden sein.

    Diagnostik der cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD):
    Die klinische Untersuchung und Diagnostik der CMD steht an erster Stelle und wird anschließend durch eine instrumentellen Funktionsanalyse mit Kiefermodellen im individuellen Artikulator ergänzt. Bei komplizierten Kiefergelenkerkrankungen wird eine elektronische Registrierung der Gelenkbahnen mit dem Condylocomp LR3 durchgeführt und so die klinische Diagnose um eine instrumentelle erweitert. In einem speziellen Artikulator, dem Variocomp wird dann die Reposition der Gelenke eingestellt und mit einer Repositionsschiene die Kiefergelenke des Patienten wieder in eine physiologische, schmerzfreie Position gebracht. Diese Diskusverlagerungen sind sehr schwierig zu behandeln, aber mit einer seit Mitte der 90iger Jahre bekannten Methode von G. Christiansen, ist die Therapie sicherer geworden.

    Therapie der Funktionsstörungen:
    Die Vorbehandlung beginnt nach einer Untersuchung beim Orthopäden, der eine andere orthopädische Erkrankung ausschließen muss, mit Aufbissschiene, Ohrakupunktur und dann mit Atlas-Therapeuten, Osteopathen, CMD-Physiotherapeuten, Chiropraktikern, Schmerztherapeuten, Logopäden und Orthopädie-Schuhtechnikern. Nach der Vorbehandlung wird die neue Kiefergelenkposition bei zu hohen Zahnkontakten durch Einschleifen der Zähne korrigiert oder bei zu niedrigen Kontakten durch Kronen oder Füllungen aufgebaut. CMD ist eine sehr komplexe Erkrankung, die nur interdisziplinär zusammen mit diesen Therapeuten und Spezialisten ganzheitlich behandelt werden kann. Aufbissschienen macht zwar jeder Zahnarzt, sie helfen aber nur, wenn gleichzeitig der ganze Patient interdisziplinär diagnostiziert und behandelt wird. Dazu wird der Patient bei einer Fehlstellung des obersten Halswirbels, des Atlas (das betrifft etwa 85% meiner Patienten), zuerst zum Atlas-Therapeuten überwiesen. Dann behandelt ein Osteopath mehrmals den Patienten und daneben CMD-Physiotherapeuten wöchentlich 1-2 mal. Nach dem Osteopathen wird der Patient noch vom Chiropraktiker behandelt. Zu mir kommen die Patienten die ersten 5 Monate einmal wöchentlich zum Einschleifen der Schiene und dann alle 2 Wochen, bis die Schmerzen weg sind. Wenn diese ganzheitliche Therapie nicht durchgeführt wird, werden wir keinen oder nur wenig Erfolg haben. Über 90% meiner Patienten sind nach dieser interdisiplinären Therapie in durchschnittlich 9 Monaten schmerzfrei.

    Links zu Organisationen für Patienten:

  1. Zentraler Zahnärztlicher Notdienst Düsseldorf
  2. Deutsche Tinnitus Liga (DTL)
  3. Tinnitus Therapie Zentrum (TTZ) Düsseldorf / Krefeld
© Dr. Jürgen Dapprich